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Über das Projekt
 

Die „kaffeepause“ ist ein Kunst- und Weiterbildungsprojekt für Menschen mit Handicap.
Im Rahmen des Projektes entstehen, zu einem Jahresthema, eigenen literarische Texte und Bilder, die in der Zeitschrift „kaffeepause“ veröffentlicht werden.
Die Teilnehmenden möchten so eine breite Öffentlichkeit erreichen.
Die Zeitschrift soll zum Ausgangsmaterial für reflektierende Diskurse werden über Themen, die Menschen mit Handicap wichtig sind. Sie gibt ihren Ideen Raum und erzeugt Impulse für einen Dialog von Menschen mit und ohne Handicap.
In jedem Projektjahr arbeiten über 150 Autorinnen und Autoren von vielen verschiedenen Orten Sachsens aus zusammen. Über Entfernungen hinweg werden Ideen, Wissen und Denkanstöße ausgetauscht und es entsteht ein gemeinsames Ergebnis, die „kaffeepause“.

Die Autoren finden sich mehrmals zu Arbeitstreffen in Werkstätten für Menschen mit Behinderung zusammen. Außerdem arbeiten zwölf AutorInnen in einer Redaktionsgruppe in Dresden und neun AutorInnen in Rothenburg. Sie treffen sich regelmäßig (wöchentlich bzw. monatlich), besprechen neue Ideen, aktuelle Themen, redaktionelle Fragen und arbeiten an eigenen Texten und Illustrationen. Die Projektarbeit schließt eine themenbezogene Weiterbildung ein.

2014 ist das Projekt „kaffeepause“ mit dem Innovationspreis Weiterbildung des Freistaates Sachsen ausgezeichnet worden.

Sebastian Zipser, Autor der Dresdener Redaktion:
„Wir, das sind ca. 160 verschiedene lebensfrohe Menschen, welche im November 2013 eine Zeitung gegründet haben. Wir meinen, dass es zwar ganz in Ordnung ist, wenn verschiedene Organisationen über uns „Behinderte“ reden. Aber ist es nicht besser, wenn Menschen selber sprechen oder malen oder... sich ausdrücken, als das über sie geredet wird? So treffen wir uns und machen uns mit viel Spaß Gedanken über die Welt. So entstand eine besondere „kaffeepause“.
Die beiden Projektleiterinnen, Frau Roth und Frau Weiske, fahren regelmäßig quer durch Sachsen zu den verschiedenen Werkstätten, sodass auch Menschen an der Zeitung beteiligt sind, welchen es nicht möglich ist am Nachmittag zu einer Redaktionssitzung nach Dresden zu kommen. Vielleicht gelingt uns unser Ziel eine Zeitung zu gestalten, wo Menschen mit Behinderung ihre Gedanken und Gefühle äußern können und mit ihren Themen viele erreichen können. So hoffe ich, dass die „kaffeepause“ einen Raum zur Begegnung und zum Abbauen von Vorurteilen bietet.
Wir wünschen uns noch viele weitere Ausgaben und dass Sie beim Lesen genau so viel Freude haben wie wir beim Schreiben und Zeichnen.“

Wir treffen uns jede Woche in der Redaktion, weil:
… „ich entdeckt habe, dass ich malen kann…“
… „ich habe nicht gewusst, dass ich es so toll kann …“
… „ich sehr gern dichte …“
… „ich schon immer bei einer Zeitung mitmachen wollte…“
… „ich sehr gern male und Buchstaben gern habe…“


Wir alle von der "Kaffeepause"
 (denn so heißt ja unser Blatt)
Wünschen uns 'ne große Sause
 (die von Ihn' zu kommen hat)

Denn es geht hier ohne Pause
 (wie auch immer wir sind drauf)
Ganz so wie in einer Jause
 (geht hier alles in sich auf)

Es geht hier ein groß' Gebrause
 (obwohl es braust hier keiner auf)
Keiner bleibt heut' gern' zu Hause
 (wir freuen uns...

...wie uns're Arbeit macht noch Sinn!)

Jonas Mucha

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